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2007-07-30

Trägerlos in die Höhe

RATINGEN/MARSEILLE, Juli 2007    Die südfranzösische Hafenstadt Marseille bekommt ihren ersten gläsernen Wolkenkratzer. Mitten in einem neuen Geschäftsviertel wächst der 147 Meter hohe Tour CMA CGM in den Himmel. Gebaut wird das 33-stöckige Hochhaus mit Hünnebeck Schalungs- und Gerüstsystemen im Mietwert von über drei Millionen US-Dollar – allen voran das trägerlose Deckenschalungssystem Topec. Ergänzende Dienstleistungen unterstützen die Produktivität der eingesetzten Schalungsgeräte.

Bereits Ende 2009 soll das neue höchste Gebäude der Stadt bezugsfertig sein. 40.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen dann dem Bauherrn, dem französischen Containerschiff-Giganten CMA CGM, als neue Firmenzentrale zur Verfügung. Doch wird das futuristisch anmutende Verwaltungsgebäude mit seiner schräg stehenden, gewölbten gläsernen Fassade nicht allein Büroflächen beherbergen. Der Entwurf der in Bagdad geborenen, preisgekrönten Architektin Zaha Mohammed Hadid schafft beispielsweise auch Raum für ein Panoramarestaurant und Europas größtes Privataquarium.

Gegründet ist das Bauwerk auf einer elastisch gelagerten Bodenplatte, deren Dicke zwischen 0,70 Meter an der Peripherie bis auf 2,30 Meter im inneren Bereich anwächst. Darauf entstehen drei Untergeschosse und 33 Obergeschosse mit unterschiedlichen Deckenhöhen: Die ersten drei oberirdischen Etagen variieren von 3,63 Metern bis 13,60 Metern. Danach folgen Regelgeschosse mit einer Deckenhöhe von 3,75 Metern. Zentrales Bauteil des neuen Wolkenkratzers ist der 142 x 60 Meter große Gebäudekern aus hochfestem Beton. Hier konzentrieren sich alle vertikalen Bauteile wie Aufzugschächte und Treppenhäuser. Um den Kern herum und von ihm ausgehend werden nachfolgend die Decken der einzelnen Etagen erstellt. Sie haben eine außergewöhnliche Struktur mit variablen Stützen auf zwei Ebenen und Wandscheiben rund um das Gebäude.

Ohne Kran

Rund 90 Prozent der horizontalen Flächen des Wolkenkratzers bestehen aus klassischen Ortbeton-Deckenflächen – durchschnittlich rund 1.100 bis 1.500 Quadratmeter pro Geschoss. Deshalb rüstet Hünnebeck die Marseiller Großbaustelle mit der trägerlosen Topec-Deckenschalung aus. Die bietet nämlich gleich zwei entscheidende Vorzüge: schnelle Schalzeiten und ein besonders einfaches Handling, das kaum Kranzeiten bindet. Denn das System kommt mit nur zwei Basisteilen aus – Aluminiumtafel und Stütze – und lässt sich bei normalen Deckenhöhen in nur drei Arbeitsschritten bequem und sicher vom Boden aus per Hand aufstellen: Tafel einhängen, hochschwenken, abstützen. Das einfache Handling spart Zeit beim Ein- wie auch beim Ausschalen und vermeidet Unfälle. Vor allem aber benötigt der Topec-Einsatz nur selten Kranunterstützung. Ein wichtiges Argument für die Marseiller Großbaustelle, wo man mit nur zwei der hilfreichen Riesen auskommt.

Sowohl die standardisierten Obergeschosse, aber auch die besonders hohen Decken der drei Untergeschosse werden in Marseille mit Topec eingeschalt. Je nach Raumhöhe bzw. Belastung werden zur Abstützung der bis zu 1,80 Meter x 1,80 Meter großen Topec-Tafeln auf der Marseiller Baustelle entweder Europlus-Stahlrohrstützen oder aber das Alu-Top-Stützensystem eingesetzt. Dabei zeigen die Stahlrohrstützen ihre Vorzüge besonders beim Ausschalen: die eingebaute Hünnebeck-spezifische Schnellabsenkung sorgt für enorm schnelle Ausschalzeiten, wie objektive Vergleichstests belegen. Mit dem leichten Alu-Top-System (max. 25 Kilogramm pro Einzelstütze) lässt sich jede Schalhöhe ab 1,95 Meter stufenlos herstellen – als Turm mit aussteifenden Rahmen über acht Meter hoch.

Mit Mann und Material

Die französische Tochtergesellschaft liefert nicht allein Schalungs- und Gerüstmaterial auf die Baustelle. Als weitere Dienstleistung im Schalungsumfeld stellt das Unternehmen einen erfahrenen Schalmeister, der das zwanzig- bis dreißigköpfige Schalungsteam auf der Baustelle managt. Unterstützt wird er von einem Hünnebeck-Polier, der zwei bis drei Tage pro Woche auf der Baustelle ist und den Fortgang der Arbeiten entsprechend der Bedürfnisse des Kunden koordiniert.

So wächst Marseilles neues Wahrzeichen in stetigem, vorbestimmten Rhythmus nach oben: zwanzig Tage wurden pro Untergeschoss benötigt, jeweils zehn Tage pro Geschoss sind bis zum achten Obergeschoss veranschlagt. Bis zur Etage 26 sollen es dann nur noch fünf Tage je Geschoss sein – was die Fertigstellung von 250 Quadratmetern am Tag verlangt. Die restlichen Geschosse wachsen dann wieder im Zehn-Tage-Rhythmus.

 

Bildunterschriften

Das trägerlose Topec-System wird in Marseille zur wirtschaftlichen und schnellen Herstellung der Deckenflächen eingesetzt.

So wird zukünftig Marseilles höchstes Gebäude aussehen: Die schräg stehende, gewölbte Fassade des neuen Tour CMA CGM soll den Eindruck eines großen Segels erzeugen.

Porträt Hünnebeck

Die Hünnebeck-Gruppe mit Hauptsitz in Ratingen zählt seit fast 80 Jahren zu den führenden Anbietern von Schalungs- und Gerüstsystemen. Das Unternehmen gehört seit Ende 2005 zur US-amerikanischen Harsco Corporation, Harrisburg/Pennsylvania, und vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen weltweit durch zwölf Tochtergesellschaften in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Südamerika. Seit Firmengründung 1929 basiert der Erfolg des Unternehmens auf der Entwicklung hochwertiger Geräte, die für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle sorgen. Dazu zählen in erster Linie Systemschalungen für Wand und Decke nebst Zubehör und Sonderschalungen sowie Rahmen- und Modulgerüstsysteme. Flankiert wird die Produktpalette durch umfassende Serviceangebote. Für schnelle Verfügbarkeit sorgt der Hünnebeck-Mietpark, der zu den größten in Europa zählt.



Download: PM Tour CMA, CGM.rtf

Babette Bargatzky
Marketing | PR
bbargatzky@huennebeck.com

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