2008-04-11
Hünnebeck Russland nimmt Fahrt auf
Neue Tochtergesellschaft gewinnt Schalungsauftrag für Moskauer Prestigeprojekt
Die Hünnebeck Gruppe setzt ihre Expansion in Osteuropa fort. Auf dem strategisch wichtigen russischen Baumarkt ist sie seit Januar mit einer eigenen Tochtergesellschaft, der OOO Hünnebeck RUS, vertreten. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Moskau, verfügt aber auch über regionale Strukturen in weiteren Wirtschaftszentren. Entstanden ist Hünnebeck Russland aus der 2004 gegründeten Repräsentanz des Ratinger Schalungs- und Gerüstdienstleisters. "Nach dem erfolgreichen Markteinstieg war die Gründung einer eigenen Gesellschaft die logische Konsequenz. Wir haben so die Strukturen für weiteres Wachstum geschaffen", erklärt Jürgen Schlenker, Geschäftsführer der Hünnebeck Group GmbH. Sichtbares Zeichen der Weiterentwicklung ist der Umzug in eine neue, 240 Quadratmeter große Hauptverwaltung in der Moskauer Innenstadt, die jüngst bezogen wurde. Dass die anspruchsvolle russische Kundschaft der OOO Hünnebeck RUS sowohl Schalungs- als auch Engineering-Kompetenz zutraut, zeigt der kürzlich abgeschlossene Rohbau der neuen Metro-Station Slawjanski Boulevard.
Die zum Teil luxuriösen Stationen der Moskauer Metro genießen ein hohes Prestige und sind als Wahrzeichen Moskaus anerkannt. "An ihrer Erweiterung mitzuwirken gilt als besondere Ehre, aber auch als besondere Herausforderung mit hohem Erfolgsdruck", erklärt Mario Merner, Geschäftsführer der neu gegründeten OOO Hünnebeck RUS. Hünnebeck überzeugte in dieser Situation mit einer umfassenden Ingenieurleistung: Für den Rohbau der Metrostation Slawjanski Boulevard entwickelten die Schalungsexperten einen speziell angepassten Tunnelschalwagen - ein Gemeinschaftsprojekt der bauausführenden SMU Engeocom, der OOO Hünnebeck RUS und der Ratinger Anwendungstechnik Export.
Mit der von Hünnebeck konstruierten Schalungslösung - einem Mix aus Standard- und Sonderkomponenten - konnte die neue U-Bahn-Station, die am 1. April in Betrieb gegangen ist, in nur fünf Monaten Rohbauzeit hergestellt werden. Nach seiner Montage im Juni 2007 absolvierte der dreiteilige Schalwagen (Schalungsfläche: 210 Quadratmeter) bis Mitte November insgesamt 23 Betonierabschnitte von jeweils acht Metern Länge. Für einen reibungslosen und besonders schnellen Baufortschritt sorgte nicht nur die aufmerksame Baustellenbetreuung durch Hünnebeck-Schalmeister und das optimal angepasste Schalungsgerät. Eine speziell abgestimmte Betonrezeptur ermöglichte in jedem Betoniertakt ein sehr frühes Ausschalen.
Der eingesetzte Schalwagen bestand aus zwei jeweils 5,70 Meter breiten Seitenbereichen und einem 8,80 Meter breiten Mittelteil - alle ließen sich einzeln verziehen. Als Schaleinheit erstellten sie nach und nach die bogenförmigen Segmente der knapp 200 Meter langen und 20,20 Meter breiten Station. Architektonisch besonders auffällig ist deren gitterartige Deckenstruktur: Das bis zu 10,80 Meter hohe Deckengewölbe besitzt durch regelmäßig angeordnete Aussparungen im bis zu 4,40 Meter dicken Beton eine unverwechselbare Optik.
Um die - je nach Wölbungsverlauf - sehr unterschiedlich und kompliziert geformten Aussparungen (Grundmaß: 3 x 3 Meter) herstellen zu können, konstruierten die Schalungsingenieure als Sonderschalung sechs verschiedene Arten von Aussparungskästen - drei aus Holz und drei aus Stahl. Die mit Schalhaut belegten Kästen bildeten gemeinsam mit der übrigen Schalhaut sozusagen die exakte Negativform für jeweils ein komplettes Gewölbesegment (8 Meter lang). Eingesetzt wurden die Aussparungskästen aus Stahl insgesamt zwölf Mal. Die Holzaussparungskästen wurden doppelt vorgehalten und deshalb jeweils sechs Mal eingesetzt.
Sowohl die Aussparungskästen als auch die übrigen Schalhautflächen waren auf bogenförmig angeordneten H20-Holzträgern montiert. Den Bogen formte eine speziell angefertigte Stahl- Sonderkonstruktion, die von insgesamt achtzig ID 15-Türmen getragen wurde. Passend zum Profil der neuen Metrostation variierte die Höhe der Stützentürme innerhalb des Schalwagens zwischen sechs und zehn Metern.
Gute Aussichten
Mario Merner freut sich über den gelungenen Hünnebeck-Einsatz beim Prestigeprojekt Metro Moskau: "Ausschlaggebend ist für unsere russischen Kunden ein kompetentes Team vor Ort, das umfassende Beratung bietet und den Kunden nicht allein lässt. Aufgrund unserer sehr guten Reputation erwarten wir deshalb für Hünnebeck ein Wachstum deutlich über Branchendurchschnitt. Dies spiegelt sich auch im Personalwachstum wieder. Bis Ende des Jahres werden wir unsere Mitarbeiterzahl annähernd verdoppeln." Die Geschäftsaussichten stehen gut: Die russische Bauindustrie ist 2007 um 10,4 % gewachsen, in diesem Jahr sollen es 9,5 % sein.
Download: PM Russland.rtf
Babette Bargatzky
Marketing | PR
bbargatzky@huennebeck.com
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