2008-04-25
Darmstädter „Auge“ nimmt Formen an
Wenige Teile, einfaches Handling: Durchdachte Schalsysteme überzeugen
RATINGEN/DARMSTADT, April 2008 Gute Schalsysteme lassen sich einfach und sicher bedienen, sind robust und bieten zudem Lösungsmöglichkeiten für verschiedenste Aufgabenstellungen. Beim Schalungseinsatz am Darmstädter „Auge“, einem Bürokomplex im neuen Technologiepark TZ Rhein-Main, findet sich gleich mehrfach das Prinzip „Ein System für alle Fälle“: Alle Deckenflächen des anspruchsvollen Großprojekts werden ausschließlich mit der trägerlosen Topec-Rahmenschalung, alle Wände mit der Großrahmenschalung Manto hergestellt.
Mit annähernd 300.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche wächst im Darmstädter Westen bis 2012 einer der größten Business- und Technologieparks Deutschlands heran: das TZ Rhein Main – auch „Telekom-City“ genannt. Denn Grundstückseigner und Hauptnutzer des knapp 20 Hektar großen ehemaligen Kasernengeländes ist der Telekom-Konzern. Den vermutlich spektakulärsten Bürokomplex des neuen Areals, das so genannte „Auge“, errichtet derzeit die Hochtief Projektentwicklung GmbH. Die siebengeschossige Immobilie (17.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche), deren äußere Form dem menschlichen Auge nachempfunden ist, wird ab Ende 2008 von T-Systems genutzt werden, der Geschäftskundenmarke der Deutschen Telekom.
Topec überzeugt
Generalübernehmer für das anspruchsvolle Projekt ist die Heberger Bau AG aus Schifferstadt. Sie errichtet den Rohbau mit Schalungen und Gerüsten aus dem Hause Hünnebeck – Schalungsplanung und weitere diverse Dienstleistungen durch die betreuende Hünnebeck-Niederlassung in Darmstadt inbegriffen. Ausschlaggebend war vor allem der Wunsch nach einer Deckenschalung mit wenigen Einzelteilen, die sich schnell, einfach und sicher auf- wie abbauen lässt. Ein idealer Einsatzfall für die trägerlose Topec-Deckenschalung, wie die Darmstädter Hünnebeck-Niederlassung Rhein-Main der Bauleitung überzeugend darlegte. Denn schließlich kommt dieses einzigartige System aus leichten Aluminium-Rahmentafeln für den Handbetrieb ohne Träger und Fallkopf nur mit den beiden Basiselementen Tafel und Stütze aus. Außerdem wird die Topec-Schalung grundsätzlich von unten aus aufgestellt – ein absolutes Plus in Sachen Arbeitssicherheit. Die zum Ein- und Ausschalen nötigen wenigen, kraftsparenden Handgriffe sind schnell erlernt, so dass bereits nach kurzer Einarbeitung Schalzeiten von weniger als 0,2 Std./m² erzielt werden können. Das belegen objektive Zeitstudien, die auf diversen Baustellen erstellt wurden.
Auch in Darmstadt zeigt sich Bauleiter Hermann Geiger sehr zufrieden mit dem Topec-Einsatz: „Das simple Handling dieser Schalung sorgt tatsächlich für enorm schnelle Ein- und Ausschalzeiten. Genauso hatten wir uns das im Vorfeld gewünscht.“ Die Einschaler stellen auf der Darmstädter Baustelle die rund 20.000 Quadratmeter Deckenflächen der sieben Geschosse (Deckenstärke: 30 bis 50 cm) ausschließlich mit der Topec-Schalung her (Vorhaltemenge: 3.500 Quadratmeter). Eingesetzt werden vor allem die 180 x 180 Zentimeter messende Großtafel und die 180 x 90 Zentimeter große Standardtafel. Und obwohl zwei Gebäudeecken des architektonisch auffälligen Komplexes bogenförmig verlaufen, kann der Passflächenanteil der Deckenschalung niedrig gehalten werden. Dafür sorgt die von der Hünnebeck-Anwendungstechnik detailliert ausgearbeitete Schalungsplanung.
Für alle anfallenden Schalungsaufgaben haben die Hünnebeck-Schal- und Gerüstexperten wirtschaftliche Lösungen erarbeitet. Heraus kam ein exakt auf die Baustelle abgestimmtes Gesamtkonzept, bei dem leichtes Handling und Einsatzflexibilität auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Die beiden Heberger-Poliere Alexander Lehr und Martin Fuhr sind sich einig: „Je weniger unterschiedliche Systeme wir einsetzen müssen, desto einfacher und schneller kommen wir voran.“ So werden beispielsweise alle Wandflächen mit der Manto-Großrahmenschalung hergestellt. Das umfangreiche Tafelsortiment des bewährten Systems und eine entsprechende Schalungsplanung machen es möglich.
Seitenschutz für alle Fälle
Der Grundsatz „Ein System für alle Fälle“ setzt sich auf der Darmstädter Baustelle beim Thema Absturzsicherung fort. Ob als Sicherung an der Schalung oder am Bauwerk selbst: Auf nahezu allen Ebenen des Gebäudes findet sich der flexibel einsetzbare Protecto-Seitenschutz, der die sicherheitstechnischen Anforderungen der DIN EN 13374 erfüllt. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Absturzsicherung sind äußerst vielfältig. Dafür sorgen die verschiedenen Aufnahmen, die das wichtigste Teil des Systems halten: den Protecto-Pfosten. Ob Schraubfuß, MZ- und Treppenkonsole, Front- oder HT-Halter: Für jeden Einsatzfall bietet das Protecto-Baukastensystem eine aus wenigen Teilen schnell aufgebaute, stabile Absturzsicherung. In Darmstadt ist Protecto vor allem als umlaufender Seitenschutz im Einsatz – bestehend aus Pfosten, Fußbretthalter, Brettgeländer und Schraubfuß.
Arbeitssicherheit bieten außerdem die in Darmstadt eingesetzten stabilen Treppenaufgänge aus dem Modex-Modulgerüstsystem, ebenso wie diverse Arbeits- und Schutzgerüste aus dem Rahmengerüstklassiker Bosta oder auch viele Meter Klappgerüste, die als sichere Arbeits- und Montageplattform dienen.
Alles in allem haben die Hünnebeck-Experten gemeinsam mit der Bauleitung ein rundes Konzept entwickelt, das für einen zügigen Rohbaufortschritt sorgt. Selbst an Stellen, wo wegen besonderer Herausforderungen Standardlösungen nicht greifen – beispielsweise runde Deckenrandabstellungen, spezielle Manto-Ecklösungen, Aufstandsflächen für Deckenschalungen aus Klappgerüsten oder auch Rundstützen mit integrierter Voute – entwickelte Hünnebeck die entsprechenden Sonderlösungen. Dennoch konnte der Schalungsmaterialeinsatz zu 95 Prozent aus Mietteilen bestritten werden.
Download: Auge Darmstadt.rtf
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