Wirtschaftliches Schalkonzept für neuen Wiener Stadtteil
RATINGEN/WIEN, Januar 2007 Unter dem Namen "Town Town" wächst im dritten Wiener Stadtbezirk ein komplett neuer Stadtteil aus dem Boden. Insgesamt 19 Bürogebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 85 000 m² werden hier in drei Bauabschnitten bis 2008 entstehen. Das komplette Schalkonzept für die drei- bis achtgeschossigen Bauten stammt von Hünnebeck Austria. Die österreichische Niederlassung rüstet die Großbaustelle exklusiv mit Mietschalungen aus.
Im Herbst 2005 hat die erste Bauphase des 180 Millionen Euro teuren Großprojekts begonnen. Neben den Bürogebäuden entstehen auch Gastronomiebetriebe, Einkaufsflächen und das Herzstück der Town Town-Anlage - eine großzügig gestaltete Piazza mit Wasserflächen und Gärten. Zehn Gebäude mit einer Mietfläche von 26 000 m² werden bereits Ende 2006 fertig gestellt sein. Im April dieses Jahres fiel der Startschuss für drei weitere Gebäude mit insgesamt 15 000 m² Nutzfläche, die ab Mitte 2007 bezugsfertig sein sollen.
Intensive Baubetreuung
Ausführender Generalunternehmer ist die Strabag AG, die sich in Sachen Schalung auf die österreichische Hünnebeck-Zentrale in Maria Lanzendorf verlässt. Schalpläne, zeitnahe Materiallieferung, Schalungsreinigung und -reparatur sowie Baustellenbetreuung: mit all diesen Dienstleistungen ist Hünnebeck beauftragt. "Eine intensive, qualifizierte technische Beratung im Vorfeld und während des gesamten Projekts ist der Strabag ganz besonders wichtig", weiß Hünnebeck-Anwendungstechnikerin Sabine Hruschka. Die Bautechnikerin betreut die Wiener Großbaustelle und ist mehrmals pro Woche vor Ort. Ein eher ungewöhnlicher Anblick inmitten der Männerdomäne. Doch die Poliere und Bauleiter haben sich in kürzester Zeit an die zierliche Fachfrau gewöhnt. Sabine Hruschkas technischer Sachverstand und ihr Fachwissen haben schnell überzeugt. Im Rohbau sind derzeit drei jeweils achtgeschossige Gebäude aus der zweiten Bauphase. In den zehn Gebäuden des ersten Bauabschnitts hat bereits der Innenausbau begonnen. Ihr Rohbau ist abgeschlossen und hat die Effizienz des von Hünnebeck entwickelten Schalkonzepts bestätigt.
Schnell an der Wand: Manto-Großrahmenschalung
Für schnelle Schalzeiten an der Wand sorgt in nahezu allen Town Town-Gebäudeteilen die Manto-Großrahmenschalung. Maximale Vorhaltemenge auf der Wiener Baustelle: 2.900 m². Die Manto-Großrahmenschalung gilt als universelles Wandschalungssystem für Großobjekte im Wohnungs- und Industriebau. Ihre Einsatzflexibilität bezieht sie vor allem aus einem umfassenden Tafelsortiment. Die Normaltafeln haben eine Höhe von 2,70 bzw. 3,30 m und sind in sieben Breiten von 0,30 bis 1,20 m lieferbar. Ergänzt werden sie von diversen Vielzweck-, Aufsatz- und Ergänzungstafeln bis hin zu Manto-Großtafeln und Manto-Großelementen mit einer maximalen Größe von 270 x 480 cm. Das große Plus dieser Stahlrahmenschalung ist die so genannte Richtzwinge: sie verbindet die Manto-Tafeln in einem Arbeitsgang bündig, zug- und rüttelfest. Das erlaubt ein großflächiges Aufrichten und Umsetzen von bis zu 40 m² großen Manto-Elementen in einem Kranhub, ohne dass zusätzliche Aussteifungen eingebracht werden müssen.
Wendig und wirtschaftlich: Deckentische mit klappbaren Stützen
Der größte Teil der Deckenflächen (rund 95 Prozent) wird mit Hilfe von Schaltischen mit klappbaren Stützen hergestellt. Sabine Hruschka: "Sie eignen sich ganz besonders für zergliederte Grundrisse und unterschiedliche Geschosshöhen, wie sie für den Industrie-, Verwaltungs- und Großwohnungsbau so typisch sind." Lediglich an den Ausgleichsflächen ergänzt die variabel einsetzbare Flex- bzw. Variomax-Holzträgerschalung das Deckentischaufgebot. Knapp 4.500 m² Deckentische, 7.300 Europlus-Deckenstützen und 118 Lasttürme für besonders hohe Deckenbereiche sind in der Vorhaltung. Die 8 m², 10 m² und 12,5 m² großen Deckentische kommen komplett montiert auf die Baustelle. Sie bestehen aus H20-Holzträgern, die sowohl als Belag-, wie als Doppeljochträger eingebaut sind. Zusammen mit der 27 mm dicken Schalhaut sind die Einheiten für bis zu 45 cm starke Betondecken ausgelegt (10 m² Tisch). Vor Ort müssen nur noch - abhängig von der Geschosshöhe - die entsprechenden Stahlrohrstützen montiert werden. Dazu besitzen die Deckentische so genannte Tischköpfe mit Keilverschluss, über den sich alle handelsüblichen Stahlrohrstützen problemlos und schnell anschließen lassen. Außerdem sind die Tischköpfe mit einem Gelenk ausgestattet, an dem die einmal montierten Stützen einfach bis in die Waagrechte hochgeklappt werden können. Das macht den Schaltisch so flach, dass Hindernisse wie Brüstungen und Unterzüge problemlos überwunden werden. Um beim Umsetzen der Deckentische möglichst viel Zeit zu sparen, haben sich die österreichischen Schalexperten eine besondere Lösung einfallen lassen: sie setzen auskragende Ausfahrbühnen ein. Die bieten mit einer Fläche von 3 x 5 m ausreichend Platz, um die Deckentische bequem per Kran in das nächste Geschoss heben zu können.
Kostengünstiger Aufbau: Hünnebeck Klappgerüst
Rund 900 laufende Meter Klappbühnen sorgen rund um die Gebäudeteile als Arbeits- und Schutzgerüst für einen sicheren Arbeitsplatz der Einschaler, Bewehrer und Betonierer. Besonderer Vorteil des Hünnebeck- Klappgerüstes ist der enorm schnelle Aufbau. Es ist sowohl als Arbeits- wie auch als Schutzgerüst einsetzbar. Geliefert werden kompakte Einheiten,
die schon fix und fertig mit Belag und Schutzgeländer vormontiert sind. In nur drei Schritten werden die zusammengelegten Einheiten vor Ort auseinandergeklappt und gesichert. Mit einer speziellen Eck-Variante wird die Bühnenbreite von 1,80 m bei maximaler Belastung auch im Wandbereich eingehalten. Schalkonzept sichert Termintreue. Das Schalkonzept wird aufgehen, so viel lässt sich jetzt schon sagen. "Eigentlich läuft alles nach Plan", beurteilt Sabine Hruschka den Baustellenfortschritt. Sicherlich auch ein Verdienst der intensiven Vorplanung und Projektbetreuung.
Babette Bargatzky
Marketing | PR
bbargatzky@huennebeck.com
zurück