Kleiner Aufwand, große Wirkung
RATINGEN/MÜNCHEN, April 2007 Es ist eng auf Deutschlands Baustellen: Auf Grund komplexerer Bauabläufe in engen Zeitfenstern arbeiten immer mehr verschiedene Gewerke zum gleichen Zeitpunkt. Die Absturzsicherung von Mann und Material wird dadurch immer bedeutender, oft aber vernachlässigt. Fakt ist: Die Verantwortung trägt letztendlich der Bauunternehmer, der die Sicherheit für alle am Bau Beteiligten garantieren muss. Die Praxis jedoch zeigt: Diese Verantwortlichkeiten sind den Bauunternehmern häufig unklar, die Folgen oft teuer.
In Deutschland regeln das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG), die Baustellenverordnung und die Betriebssicherheitsverordnung die Haftung auf Baustellen. So heißt es dort beispielsweise: "Jeder Unternehmer hat sich zu informieren, ob es bei der Durchführung der Arbeiten zur gegenseitigen Gefährdung kommen kann. Die zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen sind mit den Beteiligten abzustimmen." Laut Betriebssicherheitsverordnung muss außerdem die Abnahme von Baustellengeräten durch "befähigte Personen" erfolgen, weitere Haftungsregelungen sind bezüglich der Nutzung und des Einsatzes von Produkten im Rahmen des Baubetriebes vorgeschrieben. Durch das Inkrafttreten der EU-Norm DIN EN 13374 wurden überdies europaweit einheitliche Regelungen für "Temporären Seitenschutz" gültig, die die bisherigen nationalen Richtlinien ersetzen.
Komplettpaket Sicherheitstechnik
Vor diesem Hintergrund hat Hünnebeck sein Angebot an Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema Sicherheitstechnik erweitert mit dem Ziel, ein umfassendes Sicherheitskonzept aus einer Hand zu bieten. "Wir wollen den Bauunternehmer in Sicherheitsfragen künftig noch stärker unterstützen. Unser weitreichendes Know-how und die jahrzehntelange Erfahrung als Schalungs- und Gerüstpartner der Bauindustrie sind die Basis für dieses erweiterte Dienstleistungsangebot", erläutert Philipp Flach, Verkaufsleiter Sicherheitstechnik bei Hünnebeck. Er ist sicher: "Durch die Schalungs- und Gerüstplanung haben wir bereits den Überblick über eine Baustelle, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen. Wir erkennen frühzeitig sicherheitsrelevante Stellen im Projekt und können somit unseren Kunden ein auf die Situation angepasstes Konzept anbieten."
Hünnebeck Dänemark und auch die Schwestergesellschaft SGB, England, haben ein solches "Komplettpaket Sicherheitstechnik" bereits erfolgreich im Baustellen-Alltag getestet und optimiert. "Auf diesen Erfahrungen baut unser Konzept auf", so Sicherheitsexperte Flach. Neben diversen Dienstleistungen bilden vor allem die Hünnebeck-Produkte Protecto, Bosta und Falko die Grundlage für das Baustellen-Sicherheitspaket. Alle drei wurden entwickelt, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und das Absturzrisiko so gering zu halten wie eben möglich.
Das temporäre Seitenschutzsystem Protecto erfüllt die neue DIN EN 13374, die verbindlich vorschreibt, wie ein Seitenschutz auszubilden ist und welchen Belastungen er standhalten muss. Basisbauteil ist der so genannte Protecto-Pfosten. Er ist mit einer Sicherung ausgestattet, die beim Einstecken einrastet und automatisch die Position sichert. Mit Schraubfuß, Treppen- und Mehrzweckkonsole, Fronthalter oder HT-Anschluss (Holzschalungsträger-Anschluss) lässt sich der Pfosten überall anschließen, wo ein Seitenschutz benötigt wird. Ein Brettgeländer oder das systemeigene Schutzgitter sorgen für die von der Norm geforderte Absturzsicherung.
Das Bosta-Rahmengerüstsystem entspricht als 100 cm breites Arbeits- und Schutzgerüst (Bosta 100) allen Anforderungen der DIN 4420 in den Gerüstgruppen 4, 5, 6 und den Sicherheitsvorschriften der Berufsgenossenschaften. Das 70 cm breite Bosta 70 erfüllt die Vorschriften der DIN 4420, Teil 1 in der Gerüstgruppe 3 und besitzt in der Regelausführung eine "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung".
Beste Handhabbarkeit gewährt auch das Hünnebeck-Klappgerüst Falko: Das Arbeitsschutzgerüst kommt fertig vormontiert (inklusive Belag und Schutzgeländer) auf die Baustelle, vor Ort werden die Platz sparend zusammengelegten Einheiten in nur drei Arbeitsschritten auseinandergeklappt und gesichert. Als Arbeitsgerüst trägt das Klappgerüst eine Nutzlast von 2 kN/Quadratmeter mit einer 5,40 m hohen Schalung oder eine Nutzlast von 6 kN/Quadratmeter ohne Schalung.
Porträt Hünnebeck:
Die Hünnebeck-Gruppe mit Hauptsitz in Ratingen zählt seit fast 80 Jahren zu den führenden Anbietern von Schalungs- und Gerüstsystemen. Das Unternehmen gehört seit Ende 2005 zur US-amerikanischen Harsco Corporation, Harrisburg/Pennsylvania, und vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen weltweit durch elf Tochtergesellschaften in Europa, dem Mittleren Osten und Südamerika. Seit Firmengründung 1929 basiert der Erfolg des Unternehmens auf der Entwicklung hochwertiger Geräte, die für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle sorgen. Dazu zählen in erster Linie Systemschalungen für Wand und Decke nebst Zubehör und Sonderschalungen sowie Rahmen- und Modulgerüstsysteme. Flankiert wird die Produktpalette durch umfassende Serviceangebote. Für schnelle Verfügbarkeit sorgt der Hünnebeck-Mietpark, der zu den größten in Europa zählt.
Babette Bargatzky
Marketing | PR
bbargatzky@huennebeck.com
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