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Effizientes Miteinander

RATINGEN/HAMBURG, August 2007 Schnell, wirtschaftlich, detailliert geplant und umfassend betreut: So wünscht sich die AUG. PRIEN Bauunternehmung das Schalen der fast 50.000 Quadratmeter Deckenflächen beim Neubau eines Hamburger Wohn- und Geschäftsgebäudes. Überzeugend: der Einsatz der trägerlosen Topec-Deckenschalung und der begleitende Service der Hamburger Hünnebeck-Niederlassung. Das Ergebnis: niedrige Schalzeiten, schneller Baufortschritt und wenig Koordinationsaufwand für die Bauleitung.

Auf einem der wenigen noch unbebauten Areale in Hamburgs Innenstadt wächst zurzeit das so genannte Brahmsquartier – Namensgeber ist der Komponist Johannes Brahms, der am 7. Mai 1833 in der Hansestadt geboren wurde. Direkt neben dem Axel-Springer-Haus, genauer gesagt auf dessen ehemaligem Parkplatz, entstehen 24.000 Quadratmeter Büro-, 5.000 Quadratmeter Wohnfläche und eine zweigeschossige Tiefgarage mit 550 Stellplätzen. Nach nur zehn Monaten Rohbauzeit soll der U-förmige, teils zwölfgeschossige Büro- und Geschäftskomplex bereits im kommenden Herbst stehen. Da sind schnelle Schalzeiten und auch ein entsprechend hoher Materialeinsatz wichtige Voraussetzungen. Um alle Wandschalungsaufgaben kümmern sich die Prien-Bauleiter Markus Runge, Gordon Zabel und der Polier Siegfried Lang selber. Firmeneigenes Material ist ausreichend vorhanden. Doch für sämtliche Deckenschalungen nebst begleitender Dienstleistungen ist Hünnebeck verantwortlich.

„Wir übernehmen nur das Aufstellen der Schalung. Um alles andere kümmert sich Hünnebeck“, bringt Polier Lang den „Alles-inklusive-Service“ auf den Punkt. Gemeint sind Vorplanung, Bau begleitende Ausführungsplanung, Einweisung, Materialanlieferung und Materialabholung, Reinigung und Reparatur und was sonst noch so anfällt. Ein enger Baustellenkontakt und schnelle Reaktionszeiten verstehen sich da von selbst.

Gute Planung spart Zeit

José Fernandez, technischer Leiter bei Hünnebeck in Hamburg, oder einer seiner Kollegen besuchen die nahe gelegene Baustelle mehrfach wöchentlich und stehen zudem in stetigem telefonischen Kontakt mit der Bauleitung. Falls Änderungen auftreten, wird prompt reagiert: „Wir sind jetzt im 4. OG und haben bereits rund vierzig DIN-A0-Zeichnungen abgeliefert“, so Fernandez. Bei solch exakter Planung kann und darf vor Ort eigentlich nichts mehr schief laufen. „Die erwarteten Ein- und Ausschalzeiten sind sogar unterschritten worden – und das, obwohl die Mannschaft das erste Mal mit unserer Topec-Deckenschalung gearbeitet hat“, weiß José Fernandez. Eine Einweisung hat den Einschalern schnell die Vorzüge dieses Systems ohne Träger und Fallkopf aufgezeigt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Deckenschalungen kommt Topec mit nur zwei Basisteilen aus: Tafel und Stütze. Es lässt sich mit wenigen Handgriffen bequem und sicher vom Boden aus aufstellen – Tafel einhängen, hochschwenken, abstützen. Genauso unkompliziert funktioniert das Ausschalen, das zusätzlich durch die Schnellabsenkung der Hünnebeck Europlus-Stahlrohrstützen beschleunigt wird.

Bis auf wenige Ausnahmen sind auf der Brahmsquartier-Baustelle 30 cm starke Decken herzustellen, die von nur wenigen Stützen und Unterzügen unterbrochen sind. „Ein idealer Einsatzfall für die 180 cm x 180 cm Topec-Großtafel. Sie schafft in ganz kurzer Stellzeit 3,24 Quadratmeter Schalfläche“, führt Fernandez aus. Knapp 90 Prozent der angelieferten 4.500 Quadratmeter Topec-Schalung sind Großtafeln. Deren Einsatz hat selbst den zunächst äußerst skeptische Polier Siegfried Lang überzeugt: „Solch eine Leistungsfähigkeit habe ich nicht erwartet.“ Über die erzielte Betonoptik – sie unterlag keinen besonderen Anforderungen – freut sich insbesondere Bauleiter Markus Runge. Er ist nämlich ein Fan möglichst weniger Fugen.

Mit der Topec-Schalung wurden auf der Hamburger Baustelle bereits 21.500 Quadratmeter Deckenflächen in den drei Untergeschossen hergestellt (zwei Garagen- und ein Technikgeschoss mit jeweils 2,50 m Raumhöhe). Bis zum sechsten Obergeschoss kommen weitere 20.000 Quadratmeter hinzu. Dann geht es in einigen Bereichen noch bis auf zwölf Geschosse hoch, wodurch sich die gesamte, mit Topec zu schalende Fläche auf 46.000 Quadratmeter addiert. Dennoch konnte die Vorhaltemenge mit 4.500 Quadratmeter vergleichsweise gering gehalten werden. Um einen möglichst schnellen Baufortschritt zu erzielen, werden die Decken nach drei, teilweise sogar bereits nach zwei Tagen wieder ausgeschalt. Die entsprechende Notunterstützung haben ebenfalls die Schalexperten von Hünnebeck geplant und zu Papier gebracht.

Sonderfall Wintergarten

Auflockerndes architektonisches Element des leicht schiefwinkligen Gebäudekomplexes sind unterschiedlich hohe Wintergärten, die die Fassade in unregelmäßigen Abständen auflockern. Sie beginnen in unterschiedlichen Geschossen und sind zwischen 6 m und 20 m hoch und bis zu 200 Quadratmeter groß. Für diese Decken hat Hünnebeck ebenfalls eine Zeit sparende Lösung erarbeitet: In diesen Bereichen wird die Deckenschalung (Variomax-Holzträgerschalung) mit Türmen aus dem Alu-Top-System abgestützt. Dieses leichte Stützensystem aus Aluminium (max. 25 kg pro Einzelstütze) ist besonders schnell aufgebaut. Auf der Hamburger Baustelle übernehmen die Alu-Top-Türme allerdings noch eine Zusatzaufgabe. Mit Aussteifungsrahmen zum Verband montiert dienen sie auch als Abstützung der teils recht hohen Rundstützenschalungen aus Pappe. „Das ist zwar recht unkonventionell, klappt aber prima und spart die ansonsten nötigen Gerüste oder andere Abstützungen“, erklärt Fernandez. Stellpläne für die Turmaufbauten liefert wiederum Hünnebeck. „So kommt niemand mit den Stiellängen durcheinander, und der Aufbau ist ruck-zuck erledigt“, bestätigen alle Beteiligten.

Holzträgerschalung für 95 cm starke Decke

Die einzige große Deckenfläche, die nicht mit Topec geschalt wird, ist ein 2.500 Quadratmeter großer Bereich über dem 2. Untergeschoss. Er liegt im nicht bebauten Innenhof des U-förmigen Gebäudekomplexes und bekommt aus statischen Gründen eine 95 cm starke Betondecke. „Wegen der besonders hohen Lasten haben wir in diesem Bereich unsere Variomax-Holzträgerschalung eingesetzt“, so Fernandez. Das System verbindet die Vorteile des klassischen Holzträgers mit enormer Einsatzflexibilität. Das System schreibt nämlich keine fixen, sondern auf das jeweilige Bauteil angepasste Stützen- und Trägerabstände vor. Der Materialbedarf lässt sich also stets genau auf die Anforderungen der jeweiligen Bauaufgabe abstimmen. Das spart Geld und Zeit. Beides wertvolle Güter – nicht nur beim Neubau des Hamburger Brahmsquartier.





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